Tarif-/Besoldungsrunde 2016 – Dreistes „Angebot“ der Arbeitgeber!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zum Ende der 2. Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber ein äußerst mageres Angebot vorgelegt. Dazu haben wir heute unten stehenden Artikel auf unserer Homepage veröffentlicht. Anbei findet Ihr außerdem den Flyer der GdP Bund zum Thema.

Tarif-/Besoldungsrunde:

Dreistes „Angebot“ der Arbeitgeber

„Das ist Keller“, kommentierte der Verhandlungsführer der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes, Frank Bsirske, das am Dienstagnachmittag von den Arbeitgebern des Bundes und der Kommunen vorgelegte Angebot. Es sieht im Wesentlichen eine Erhöhung der Entgelte um 1% ab 1. Juni 2016 und ab 1. Juni 2017 um 2% vor. Kerstin Philipp, im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand zuständig für Tarifpolitik: „Dieses Angebot ist absolut nicht hinnehmbar angesichts der Leistungen, die die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes insbesondere auch im Bereich der inneren Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger erbringen. Das wird unsere Kolleginnen und Kollegen auf die Palme bringen.“

Das vorgelegte Angebot sei damit eines der niedrigsten, das die öffentlichen Arbeitgeber in einer Tarifrunde unterbreitet hätten und bleibe weit unter den Angeboten in der freien Wirtschaft. GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow: „Das Angebot der Arbeitgeber ist eine Ohrfeige für alle Beschäftigten. Es ist schockierend und dreist. Während die öffentlichen Kassen von Steuereinnahmen nahezu überquellen und allein im nächsten Jahr mit einer massiven Steigerung der Steuereinnahmen bei Bund und Kommunen gerechnet wird, wollen die Arbeitgeber den Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst einen faktischen Reallohnverlust zumuten.“

So sieht das Angebot der Arbeitgeber aus:

  • Entgelterhöhung: ab 01.06.2016 1 Prozent, ab 01.06.2017 2 Prozent
  • Auszubildende: ab 01.06.2016 1 Prozent, ab 01.06.2017 2 Prozent
  • Altersteilzeit: Verlängerung TV FlexAZ (Tarifvertrag zu flexiblen Arbeitszeitregelungen für ältere Beschäftigte) um zwei Jahre.
  • Zusatzversorgung: Übernahme der TdL-Regelung aus 2015
  • Einführung der Stufe 6 in der EG 9a EGO Bund
  • Laufzeit bis 28. Februar 2018

„Dieses Angebot wird von den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes als Provokation betrachtet und führt damit zwangsläufig zu einer Mobilisierung der Kolleginnen und Kollegen bei den anstehenden Aktionen und Warnstreiks“, so Kerstin Philipp, stellvertretende Bundesvorsitzende der GdP und für Tarifpolitik zuständig. „Wertschätzung für gute Leistung sieht anders aus!“


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